Technologie-Datenbank zur Verbesserung des Produkt- und Markenschutzes
Presseinformation vom 22. Mai 2007
Im Auftrag der BAuA hat das Institut ASER vorhandene Möglichkeiten zur fälschungssicheren Kennzeichnung und Authentizitätsprüfung von Produkten untersucht.
Für Plagiate und Fälschungen besteht offensichtlich ein großer Markt, da der DIHK den volkswirtschaftlicher Schaden allein für Deutschland auf jährlich etwa 30 Mrd. Euro einschätzt. Nach einer Schätzung des Justizministeriums gehen jährlich ca. 50.000 Arbeitsplätze durch Produkt- und Markenpiraterie verloren.
Jüngere Forschungsergebnisse des Instituts ASER, die im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) durchgeführt wurden, und die Datenbestände der Zentralstelle Gewerblicher Rechtsschutz (ZGR) lassen erkennen, dass ein Großteil von unsicheren Verbraucherprodukten und technischen Arbeitsmitteln sowie von Plagiaten und Fälschungen in Deutschland aus bestimmten Wirtschaftsgebieten stammt. Naheliegend ist, dass Plagiate und Fälschungen hinsichtlich einer "Optimierung" der Gewinnspanne häufig auch die grundlegenden Anforderungen der Geräte- und Produktsicherheit nicht einhalten. Dadurch werden nicht nur Schutzrechtsinhaber z.B. durch Marktanteil- und Imageverluste oder vermeintliche Produkthaftungsfälle geschädigt, sondern auch die Sicherheit und die Gesundheit von Verbrauchern im privaten oder gewerblichen Bereich wird sehr stark gefährdet.
Verbraucherprodukte und technische Arbeitsmittel sollten also mit möglichst fälschungssicheren Kennzeichnungen versehen und mittels Authentizitätsprüfung von Fälschungen unterschieden werden können. Hierfür gibt es eine Reihe technologischer Möglichkeiten, die in einem aktuellen Forschungsprojekt vom Institut ASER untersucht wurden. Hierbei wurde mit Unterstützung eines Facharbeitskreises und in Kooperation mit den Herstellerunternehmen u.a. die Sicherungsmittel-Datenbank entwickelt, die das zentrale Modul der Plattform für Produkt- und Markenschutz sowie Geräte- und Produktsicherheit bildet.
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