I. Symposium „Ergonomische Produktgestaltung“ durchgeführt
Presseinformation vom 28. November 2007
Am 21. November 2007 veranstaltete das Institut ASER e.V. an der Bergischen Universität Wuppertal im Deutschen Klingenmuseum Solingen das I. Symposium „Ergonomische Produktgestaltung“. Die Beiträge des Symposiums zum Thema „Anthropometrie und Gebrauchstauglichkeit im Zeichen des ‚Demografischen Wandels’“ liegen nun vor.
Insgesamt 50 Teilnehmer insbesondere von FuE-Einrichtungen aus dem ganzen Bundesgebiet und von Unternehmen aus der Bergischen Region verfolgten und diskutierten die vorgestellten FuE-Ergebnisse, die im Rahmen zweier Forschungsprojekte erarbeitet wurden. Schirmherr der Veranstaltung war Dr. Heiner Müller-Arnecke, wissenschaftlicher Oberrat in der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Dortmund, in deren Auftrag die Forschungsprojekte durchgeführt wurden.
Prof. Dr. Holle Greil und Dipl.-Biol. Andrea Voigt von der Universität Potsdam berichteten über anthropometrische Veränderungen im Alter. „Altersbedingte Veränderungen beginnen zum Teil schon mit Mitte 20, aber Menschen altern heute langsamer als früher.“, berichtete Prof. Greil in ihrem Beitrag.
Dr. Hansjürgen Gebhardt und Dipl.-Ing. André Klußmann vom Institut ASER e.V. präsentierten Forschungsergebnisse zur Gebrauchstauglichkeit von Produkten, die sie in Untersuchungen u.a. auch mit Mitgliedern vom Netzwerk "Neues Wuppertal" ermittelt haben. „Entscheidend dafür, ob ein Mensch ein technisches Produkt für seine Zwecke gut benutzen kann oder nicht, liegt vor allem an seinem ‚technischen Interesse’ und weniger an seinem Alter oder Geschlecht.“, so Dipl.-Ing. Klußmann in seinem Beitrag. Die Abschlusspräsentation gestaltete Prof. Martin Topel vom Fachgebiet Visionäre Produktentwicklung der Bergischen Universität Wuppertal. „Viele technische Produkte sind überladen mit teilweise unnötigen Funktionen. Trotz der schlechteren Gebrauchstauglichkeit werden diese Produkte gekauft, da sie den Kunden einen potentiellen Mehrwert suggerieren.“. So fordert Prof. Topel zukünftig mehr Produkte, die sich selbst erklären und vom Mensch intuitiv benutzt werden können. Bei Visionlabs, dem Labor für Visionen im Studiengang Industrial Design der Bergischen Universität Wuppertal, sind dazu innerhalb eines der beiden Forschungsprojekte mehrere visionäre Produktkonzepte mit dem Ziel entwickelt worden, einen hohen Grad an Gebrauchstauglichkeit zu erreichen.
Die präsentierten FuE-Ergebnisse sollen nun als Basis zur Entwicklung eines Mehrgenerationengütesiegels dienen, um Produktherstellern, Händlern und gewerblichen oder privaten Endverbrauchern zukünftig eine Hilfestellung bei der Produktvermittlung zu geben. Hierzu wird die Kooperation zwischen dem Institut ASER e.V., dem Studiengang Industrial Design der Bergischen Universität Wuppertal und Industriepartnern der Bergischen Region weiter ausgebaut.
Die Beiträge über die FuE-Ergebnisse stehen als Download zur Verfügung.
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Dr.-Ing. Hansjürgen Gebhardt eröffnete das 1. Symposium „Ergonomische Produktgestaltung“ im Deutschen Klingenmuseum in Solingen.
Das Auditorium beim 1. Symposium „Ergonomische Produktgestaltung“ am 21. November 2007 im Deutschen Klingenmuseum in Solingen.
Das Deutsche Klingenmuseum ist seit dem Jahr 1991 im Gebäude des ehemaligen Klosters und späteren Augustiner-Chorfrauen-Stifts im Stadtteil Solingen-Gräfrath beheimatet. Sehr zu empfehlen als Ausflugsziel für die Familie oder mit Freunden und Bekannten.